Fähnrich Punder Jürgen

Punder Jürgen, so wie ihn die Zeitgenossen nannten, kämpfte in der Schlacht gegen das schwedische Heer aus dem Münsterland kommend, welches aus 370 Mann zu Ross und 850 Mann zu Fuß bestand, und war dort als Sturmführer eingesetzt. Nach der gewonnenen Schlacht und der Befreiung Meppens von der schwedischen Herrschaft wurde er mit der Leutnantswürde belohnt. Er bekam den Posten eines Fähnrichs der Münsterischen Miliz im Amt Meppen und dazu noch eine Jahresrente. Der Volksmund meint, dass Punder Jürgen mit richtigem Namen Eilert Winkler geheißen, auf dem Hofe Winkler (jetzt Grelle) in Bookhof gewohnt und dort seinen Lebensabend verbracht habe. Er hat den Hof zur Belohnung als Erbe angetreten. Die Vermutung, dass er auf dem Winklerschen Hof beheimatet war, wurde dadurch bestätigt, dass in dem Fachwerkgiebel auf dem Hof Winkler (Grelle) eine Figur geschnitzt war und den Namen Punder Jürgen trug. Ein Schriftstück aus dem Jahre 1679 beweist, dass schon seit vielen Jahren das Fähnrichsamt in dieser Familie lag. Ferner steht beschrieben, dass der beschriebene Hof 1737 und 1763 Fähnriche im Gerichtsbezirk Haselünne stellte.


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